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Zahnbehandlung

Was ist ein Zahnimplantat? Teile, Einheilen, Begriffe

Was ein Zahnimplantat ist, aus welchen Teilen es besteht, wie lange es laut Fachquellen einheilt und welche Begriffe im Angebot stehen.

Stand: 4 Min. Lesezeit

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen gesetzt wird und Zahnersatz trägt. Es besteht laut der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) aus dem Implantatkörper, dem Aufbau und der Krone. Bevor es voll belastet werden darf, muss es mit dem Knochen verwachsen. Für eine Behandlung in der Türkei heißt das meist zwei Reisen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Implantat besteht aus dem Implantatkörper im Knochen, dem Aufbau (Abutment) und der Krone.
  • Etabliert ist laut der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) Titan; Implantate aus Zirkondioxid bieten laut DGI zahlreiche Hersteller an.
  • Das Einheilen dauert laut DGI etwa acht bis zwölf Wochen, proDente nennt bis zu drei Monate.
  • Lassen Sie sich Hersteller, System und Größe des Implantats aufschreiben, damit eine Praxis in Deutschland später damit arbeiten kann.

Aus welchen Teilen ein Implantat besteht

  • Implantatkörper: die künstliche Wurzel, schrauben- oder zylinderförmig. Er wird in den Kieferknochen gesetzt und ist laut DGI meist sieben bis 13 Millimeter lang.
  • Aufbau (Abutment): verbindet Implantatkörper und Krone und wird in den Implantatkörper geschraubt.
  • Krone: der sichtbare Teil, mehr in Zahnkrone erklärt. Beim einzelnen Zahn wird sie laut DGI mit dem Aufbau verschraubt oder verklebt.

Implantate können laut DGI auch Brücken oder Prothesen tragen. Welche Lösung bei einer Lücke in Frage kommt, zeigt Zahnlücke schließen: Implantat, Brücke oder Prothese?.

Titan oder Keramik

Als Material ist laut KZBV Titan etabliert und in der Regel sehr gut verträglich (Stand April 2022). Laut DGI bieten zahlreiche Hersteller Implantate aus Zirkondioxid an, deren Eigenschaften denen von Titan ähneln. Bei dünnem Zahnfleisch kann die weiße Farbe Vorteile haben.

Es gibt viele Hersteller und Systeme. Laut DGI sollten nur Systeme eingesetzt werden, deren Sicherheit in Langzeituntersuchungen belegt ist und deren Aufbauteile auch nach Jahren lieferbar sind. Das Europäische Verbraucherzentrum weist darauf hin, dass einer Praxis in Deutschland später das passende Werkzeug fehlen kann.

Wie das Einheilen abläuft

Nach dem Setzen verwächst das Implantat fest mit dem Knochen, Fachleute sprechen von Osseointegration. Die DGI beschreibt zwei Wege:

  • Geschlossene Einheilung: Das Implantat heilt unter dem Zahnfleisch ein und wird danach in einem kleinen Eingriff freigelegt.
  • Offene Einheilung: Ein Zahnfleischformer ragt aus der Schleimhaut, ein zweiter Eingriff ist nicht nötig.

Die Fachquellen nennen unterschiedliche Zeiten: die DGI etwa acht bis zwölf Wochen, proDente bis zu drei Monate. Die Lücke kann in dieser Zeit laut DGI ein etwas kürzeres Provisorium schließen, damit das Implantat beim Kauen nicht belastet wird. Für den endgültigen Zahnersatz nennt die DGI danach drei bis acht Sitzungen. Wie lange es bei Ihnen dauert, legt die Einrichtung fest.

Begriffe, die im Angebot stehen können

  • Abutment: Aufbau zwischen Implantat und Krone.
  • Suprakonstruktion: der Zahnersatz auf dem Implantat.
  • Gingivaformer: Zahnfleischformer bei der offenen Einheilung.
  • Augmentation: Knochenaufbau, mehr in Knochenaufbau und Sinuslift.
  • Sofortimplantation: Implantat direkt nach dem Ziehen des Zahns. Sofortversorgung heißt laut DGI nicht Sofortbelastung, mehr in Sofortimplantat und Sofortbelastung.

Die türkischen Begriffe erklärt Türkische Zahnbegriffe.

Was das für die Reise heißt

  • Meist zwei Reisen: erst das Setzen, nach dem Einheilen der endgültige Zahnersatz. Mehr in Zahnimplantate in der Türkei: eine oder zwei Reisen?.
  • Vorher: Entzündungen an Zähnen und Zahnfleisch müssen laut DGI behandelt sein. Schicken Sie aktuelle Röntgenaufnahmen vorab.
  • Unterlagen: Hersteller, System und Größe gehören in den Implantatpass.
  • Nachsorge: Laut DGI genügt manchen eine Kontrolle alle sechs Monate, andere brauchen engere Abstände. Klären Sie vor der Reise, wer das in Deutschland übernimmt.

Die Anweisung der behandelnden Einrichtung und Ihrer Praxis in Deutschland geht vor.

Weiterlesen

Quellen

  • DGI: Patientenbroschüre Zahnimplantate, Musterexemplar 2022, dginet.de, abgerufen 31.10.2026.
  • KZBV: Implantate, Stand April 2022, kzbv.de, abgerufen 31.10.2026.
  • proDente: Künstliche Zahnwurzel mit Implantaten, erstellt 24.08.2022, prodente.de, abgerufen 31.10.2026.
  • Europäisches Verbraucherzentrum: Zahnbehandlung, Stand 24.06.2024, evz.de, abgerufen 31.10.2026.

EstablishMed berät nicht. Wir empfehlen keine Behandlung und keine Einrichtung und vermitteln keine Patienten. Über „Anfrage senden“ schreiben Sie der Einrichtung selbst, wir sind am Gespräch nicht beteiligt. Fragen zu Ihrer Behandlung klären Sie mit der Einrichtung und mit Ihrer behandelnden Praxis in Deutschland.