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Alltag während der Behandlung

Geld in der Türkei: Lira, Karte, Geldautomat

Womit Sie in der Türkei im Alltag zahlen, was am Geldautomaten gilt, warum Sie die Umrechnung in Euro ablehnen und welche Nummer eine Karte sperrt.

Stand: 4 Min. Lesezeit

Landeswährung in der Türkei ist die Türkische Lira (TRY). Nach Angaben des Auswärtigen Amts werden Kreditkarten akzeptiert, und mit der Girocard können Sie an vielen Geldautomaten Geld abheben. Die türkischen Banken verlangen dafür aber überwiegend eine Gebühr. Bietet Ihnen ein Geldautomat oder ein Kartengerät an, direkt in Euro umzurechnen, rät die Verbraucherzentrale, das abzulehnen. Verlassen Sie sich nie auf ein einziges Zahlungsmittel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Landeswährung ist die Türkische Lira; Kreditkarten werden laut Auswärtigem Amt akzeptiert, teilweise muss zusätzlich Pass oder Personalausweis vorgelegt werden.
  • Mit der Girocard heben Sie an vielen Geldautomaten ab; die türkischen Banken verlangen dafür überwiegend eine Gebühr, die deutsche Banken nicht erstatten.
  • Lehnen Sie am Geldautomaten und an der Kasse die Umrechnung in Euro ab; die Verbraucherzentrale nennt sie eine Kostenfalle.
  • Die Verbraucherzentrale rät, Zahlungsmittel zu kombinieren und Bargeld aufzuteilen.
  • Eine verlorene Karte sperren Sie über den Sperr-Notruf, aus dem Ausland unter +49 116 116.

Vor der Reise

  1. Bank fragen: Was kostet es, mit Ihren Karten im Ausland zu zahlen und abzuheben? Funktioniert Ihre Girocard außerhalb der EU? Laut Verbraucherzentrale können außerdem Banken und Händler vor Ort ein Entgelt verlangen.
  2. Mehrere Zahlungsmittel: Die Verbraucherzentrale rät, Bargeld, Girocard und Kreditkarte zu kombinieren.
  3. Etwas Lira vorab: Außerhalb der Eurozone rät die Verbraucherzentrale, einen kleinen Teil schon zu Hause zu tauschen, etwa für die erste Fahrt und die ersten Einkäufe, und vorher zu prüfen, ob die Währung eingeführt werden darf.
  4. Sperrnummer notieren: Der Sperr-Notruf ist rund um die Uhr erreichbar, aus dem Ausland unter +49 116 116 oder +49 30 4050 4050. Notieren Sie auch die Nummer Ihrer Bank.
  5. Ausweis einstecken: Beim Zahlen mit Kreditkarte müssen Sie laut Auswärtigem Amt teilweise Reisepass oder Personalausweis vorlegen.

Am Geldautomaten

  • Girocard: Sie funktioniert laut Auswärtigem Amt an vielen Geldautomaten. Die türkischen Banken verlangen überwiegend eine Gebühr, die deutsche Banken nicht erstatten.
  • Kreditkarte: Mit PIN heben Sie laut Auswärtigem Amt Bargeld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten ab.
  • Umrechnung ablehnen: Bietet der Automat an, den Betrag direkt in Euro umzurechnen, etwa als „Sofortumrechnung“ oder „Auszahlung mit Umrechnung“, lehnen Sie ab. Laut Verbraucherzentrale legen die Betreiber dabei oft einen schlechten Wechselkurs zugrunde oder verlangen Aufschläge. Lehnen Sie ab, rechnet Ihre Bank oder Ihr Kreditkartenunternehmen um, in der Regel zu besseren Konditionen.

Mit Karte zahlen

An der Kasse gilt laut Verbraucherzentrale dasselbe, etwa an der Tankstelle oder im Restaurant: Gehen Sie auf das Angebot, direkt in Euro zu zahlen, lieber nicht ein. Prüfen Sie vor der PIN-Eingabe oder der Unterschrift, dass der Betrag in Landeswährung angezeigt wird.

Das türkische Gesetz über Bank- und Kreditkarten (Nr. 5464, Art. 17) verbietet Geschäften, die Karten annehmen, eine Provision oder ähnliche Zusatzzahlung für die Kartennutzung. Mehr dazu und zum Bezahlen der Behandlung in Bezahlen in der Türkei: bar, Karte, Überweisung.

Bargeld

Die Verbraucherzentrale rät:

  • Verbrauchen Sie nie Ihren ganzen Bargeldvorrat.
  • Tragen Sie nicht alles Bargeld am Körper.
  • Teilen Sie den Vorrat auf und legen Sie einen Teil an einen sicheren Ort, etwa in den Safe der Unterkunft.

Ab einer festen Grenze müssen Sie Bargeld bei der Ausreise aus der Türkei erklären und bei der Rückkehr nach Deutschland beim Zoll anmelden. Mehr in Bargeld auf der Reise: Anmeldung beim Zoll.

Wörter rund ums Geld

TürkischDeutsch
nakitBargeld
banka kartıBankkarte
bankamatikGeldautomat
dövizFremdwährung

Weitere Themen für die Tage vor Ort ordnet Alltag während der Behandlung.

Weiterlesen

Quellen

  • Auswärtiges Amt: Türkei, Reise- und Sicherheitshinweise, Abschnitt Reiseinfos, Geld/Kreditkarten, Stand 31.10.2026, auswaertiges-amt.de, abgerufen 31.10.2026.
  • Verbraucherzentrale: Bargeld, Karten, Reiseschecks: Das richtige Zahlungsmittel im Ausland, Stand 01.07.2024, verbraucherzentrale.de, abgerufen 31.10.2026.
  • Sperr-Notruf 116 116 e.V.: Startseite, sperr-notruf.de, abgerufen 31.10.2026.
  • Banka Kartları ve Kredi Kartları Kanunu Nr. 5464, Resmî Gazete Nr. 26095 vom 01.03.2006, Art. 17, mevzuat.gov.tr, abgerufen 31.10.2026.
  • Türk Dil Kurumu: Güncel Türkçe Sözlük, Einträge nakit, banka kartı, bankamatik, döviz, sozluk.gov.tr, abgerufen 31.10.2026.

EstablishMed berät nicht. Wir empfehlen keine Behandlung und keine Einrichtung und vermitteln keine Patienten. Über „Anfrage senden“ schreiben Sie der Einrichtung selbst, wir sind am Gespräch nicht beteiligt. Fragen zu Ihrer Behandlung klären Sie mit der Einrichtung und mit Ihrer behandelnden Praxis in Deutschland.