Istanbul bestand lange vor allem aus der von Mauern umgebenen historischen Halbinsel, dem heutigen Bezirk Fatih. Über die Mauern hinaus und weit auf beide Seiten des Bosporus wuchs die Stadt vor allem nach 1950. Die meisten Einrichtungen bei EstablishMed in Istanbul liegen heute nicht in der Altstadt, sondern in Bezirken außerhalb der alten Mauern. Dieser Text fasst die Geschichte kurz zusammen und zeigt, was sie für Ihre Wege heißt.
Das Wichtigste in Kürze
- Byzantion wurde um 668 vor Christus von Siedlern aus Megara besiedelt; Kaiser Konstantin baute die Stadt zwischen 324 und 330 neu auf.
- Konstantinopolis war mehr als tausend Jahre Hauptstadt des Oströmischen Reichs, ab 1453 Hauptstadt des Osmanischen Reichs; nach dessen Ende übernahm Ankara die Aufgaben der Hauptstadt.
- Weit über die Mauern hinaus wuchs Istanbul vor allem nach 1950; die Straßen hinter den Bosporus-Brücken von 1973 und 1988 waren nach der Stadtgeschichte ein Hauptgrund für das Wachstum nach Norden.
- Von den 938 Einrichtungen bei EstablishMed in Istanbul stehen 23 in der Altstadt und 179 in den acht Bezirken, die erst 2008 entstanden.
Von Byzantion zu Konstantinopolis
Nach der Stadtgeschichte Büyük İstanbul Tarihi ließen sich Siedler aus der griechischen Stadt Megara um 668 vor Christus in Byzantion nieder. Der römische Kaiser Konstantin baute die Stadt zwischen 324 und 330 neu auf und nannte sie Nova Roma, Neues Rom. Nach seinem Tod hieß sie Konstantinopolis. Mehr als tausend Jahre war sie Hauptstadt des Oströmischen Reichs, das heute meist Byzantinisches Reich genannt wird.
Hauptstadt des Osmanischen Reichs
1453 eroberte der osmanische Sultan Mehmed II. die Stadt und machte sie zur Hauptstadt seines Reichs. Nach ihm, Fatih Sultan Mehmed, ist der Bezirk Fatih benannt, der heute die ganze Altstadt innerhalb der alten Mauern umfasst. Istanbul blieb Hauptstadt bis zum Ende des Osmanischen Reichs zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Danach gingen die Aufgaben der Hauptstadt an Ankara über. Die wichtigste Stadt des Landes blieb Istanbul laut der Stadtgeschichte in Geschichte, Kultur und Wirtschaft.
Wie die Stadt über die Mauern hinauswuchs
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es außerhalb der Mauern schon alte Siedlungen wie Eyüp, Galata und Üsküdar. In den 1920er Jahren reichte die Stadt nördlich des Goldenen Horns bis in das heutige Şişli, Mecidiyeköy war noch ein Dorf. Bakırköy und Yeşilköy im Westen waren kleine Orte zwischen Küste und Bahnlinie. Bei der ersten Volkszählung 1927 lebten im damaligen Stadtgebiet rund 691.000 Menschen.
Ab den frühen 1950er Jahren zogen viele Menschen nach Istanbul, die Bevölkerung wuchs schnell, und neue Gebiete wurden Teil der Stadt, etwa Levent im heutigen Beşiktaş. 1973 wurde die erste Brücke über den Bosporus für den Verkehr geöffnet, 1988 die zweite. Die Straßen hinter den Brücken waren nach der Stadtgeschichte ein Hauptgrund dafür, dass die Stadt nach Norden wuchs. Auf der asiatischen Seite wurde in Ataşehir seit den frühen 1980er Jahren gebaut, in den 1990er Jahren gehörte das Gebiet zur Stadt. 2025 lebten in der Provinz Istanbul laut Statistikamt TÜİK rund 15,8 Millionen Menschen.
Alte und neue Bezirke
1927 bestand die Provinz Istanbul aus sieben Bezirken, heute sind es 39, davon 25 auf der europäischen und 14 auf der asiatischen Seite. Die Tabelle zeigt die Bezirke, in denen viele Einrichtungen liegen, und die Altstadt.
| Bezirk | Seite | eigener Bezirk seit | Einrichtungen bei EstablishMed |
|---|---|---|---|
| Fatih (Altstadt) | europäisch | 1930; Eminönü 2008 per Gesetz angegliedert, 2009 vereint | 23 |
| Beyoğlu (mit Taksim) | europäisch | 1924 | 15 |
| Üsküdar | asiatisch | 1926 | 49 |
| Bakırköy | europäisch | 1926 | 53 |
| Kadıköy | asiatisch | 1930 | 72 |
| Beşiktaş | europäisch | 1930 | 54 |
| Şişli | europäisch | 1954, vorher Teil von Beyoğlu | 103 |
| Ataşehir | asiatisch | 2008, aus Vierteln von Kadıköy, Üsküdar, Ümraniye und Kartal | 64 |
Acht Bezirke kamen erst 2008 hinzu: Arnavutköy, Ataşehir, Başakşehir, Beylikdüzü, Çekmeköy, Esenyurt, Sancaktepe und Sultangazi. In ihnen stehen 179 der 938 Einrichtungen (Stand aller Zahlen 27.10.2026). Alle Einrichtungen finden Sie in der Liste für Istanbul.
Was das für Ihre Wege heißt
- Altstadt: Die historischen Bauten liegen in Fatih, dort stehen nur 23 Einrichtungen. Wer in der Altstadt wohnt, fährt zu den meisten Terminen in einen anderen Bezirk.
- Wasser dazwischen: Zwischen Altstadt und Beyoğlu liegt das Goldene Horn, zwischen europäischer und asiatischer Seite der Bosporus. Unter dem Bosporus fährt der Marmaray, dazu kommen Brücken und Fähren in Istanbul.
- Junge Bezirke: Viele Einrichtungen liegen in Bezirken wie Şişli, die im 20. Jahrhundert gewachsen sind, oder wie Ataşehir, die erst 2008 entstanden. Den Bezirk lesen Sie meist am Ende der Adresse ab, mehr in Istanbul: welcher Stadtteil passt für Patienten? und Istanbul: europäische oder asiatische Seite?.
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Quellen
- Murat Arslan: İstanbul'un Antik Çağ Siyasi Tarihi: Byzantion'dan Konstantinopolis'e, in: Antik Çağ'dan XXI. Yüzyıla Büyük İstanbul Tarihi, İSAM und İBB Kültür A.Ş., 2015, istanbultarihi.ist, abgerufen 31.10.2026.
- Halil İnalcık: Fatih Sultan Mehmed'in İstanbul'u, ebenda, abgerufen 31.10.2026.
- Cemalettin Şahin: İstanbul'un Cumhuriyet Dönemi Mekânsal Gelişimi, ebenda, abgerufen 31.10.2026.
- Cemalettin Şahin: İstanbul'un İlçeleri, ebenda, abgerufen 31.10.2026.
- Özge Aktaş Mazman: Cumhuriyet Sonrası İstanbul Demografisi, ebenda, abgerufen 31.10.2026.
- TÜİK: Adrese Dayalı Nüfus Kayıt Sistemi Sonuçları 2025, Bulletin Nr. 53899 vom 09.02.2026, veriportali.tuik.gov.tr, abgerufen 30.10.2026.
- Türkische Verkehrsbehörde: Meldung vom 27.10.2023 zum Marmaray, uab.gov.tr, abgerufen 30.10.2026.
- EstablishMed: Einrichtungen in Istanbul nach Bezirk, eigene Auswertung, Stand 27.10.2026.
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